Sechs Einstellungskriterien: So finden Sie den richtigen Social-Media-Experten

Gastautor Martin Poreda, 19.10.2010, 12 Kommentare

Die Suche nach geeigneten Mitarbeiter für den Bereich Social-Media ist zurzeit groß. Dieser Trend war auf der Messe Zukunft Personal spürbar. Auch eine Suche auf monster.de unter dem Stichwort „Social Media“ spuckt zurzeit 282 ausgeschriebene Stellenanzeigen aus. Rund ein Viertel davon werden von den namhaftesten Unternehmen der JobStairs-Community (einem Zusammenschluss der 50 größten Unternehmen im DACH Raum) ausgeschrieben.

Für alle, die für ihr Unternehmen die Einstellung eines Social-Media-Experten planen, gebe ich zunächst drei Denkanstöße – nur die ersten beiden könnten Ihre gute Laune etwas beeinträchtigen.

Drei generelle Denkanstöße zur Neueinstellung eines Social-Media-Experten

Denkanstoß 1: Insbesondere für kleinere und unbekannte Unternehmen wird es schwer, Talente für ihr Unternehmen zu finden. Dafür stehen sie zu stark in der Konkurrenz zu den attraktivsten und bekanntesten Unternehmen, die das gleiche Mitarbeiterprofil erstellt haben.

Denkanstoß 2: Wirklich kompetente Social-Media-Experten sind rar! Jemand, der ein wahrer Experte ist und nur über einen Funken Menschenverstand verfügt, macht sich als Social-Media Berater selbständig. Er strebt nicht ein Vollzeit-Arbeitsverhältnis an, da in diesem Markt derzeit ein solch hoher Beratungsbedarf herrscht, dass Social-Media-Experten mit aussagekräftigen Referenzen vergriffener sind als die sprichwörtlich warmen Semmel.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht – Denkanstoß 3: Social Media ist nicht rocket-science! Es ist relativ einfach Social-Media-Kompetenz – noch dazu Corporate-Identity-konform – bei Personen aufzubauen bzw. gedeihen zu lassen. Vorausgesetzt der neue Mitarbeiter (m/w) besitzt das richtige skill-set.

Sechs Punkte auf Ihrer Checkliste bei Einstellung eines Social-Media-Experten
Folgender Background-Check sollte bei einem Bewerbungsgespräch – oder viel besser noch – in der Stellenausschreibung durchgeführt werden. Nachfolgend  sechs Kriterien, an denen sie einen guten Social-Media-Experten („Experte“ wird geschlechtsneutral verwendet) erkennen.

Einstellungskriterium 1:  Umgang mit Social-Media-Kanälen – Wie nutzte der Exerte diese bisher?
Stichpunkt Facebook:
- Benutzt der „Experte“ Facebook, um sein Inneres nach Außen zu kehren, oder nutzt er Facebook zum Aufbau einer digitalen Identität, die bei Bewerbung und Karriere nicht hinderlich ist? Letzteres zeugt von einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Medium, Weitblick und der Fähigkeit, Informationen auf deren Social-Media-Tauglichkeit einzuschätzen.
- Von welchen Seiten ist er Fan? Dies lässt viele Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit und Interessen zu.
- Achten Sie generell auf die „Qualität“ seiner Facebook-Seite: Wie ist die Qualität der Beiträge, der Fotos, der Links, der Freunde? Auch dies rundet sein Profil ab.

Stichpunkt Twitter:
- Ist der „Experte“ eher ein „Tweeter“ (jemand, der aktiv Beiträge verfasst) oder ein „Re-Tweeter“ (jemand, der Twitter als Nachrichtenkanal benutzt und qualitative Beiträge an seine Folgschaft=follower weiterleitet)? Ein Tweeter ist einem Re-Tweeter vorzuziehen, da er sich die Mühe macht, Beiträge (idealerweise mit Mehrwert) zu verfassen und die Kunst beherrscht, Nachrichten auf 140 Zeichen zu komprimieren.
- Wieviele „follower“ hat der Bewerber? Eine hohe Anzahl von followern bei Privatpersonen lässt meistens auf eine hohe Qualität seiner Twitter-Beiträge schließen. Vielleicht aber auch nur auf einen großen Freundeskreis – machen Sie sich davon einen Eindruck.
-Auch hier gilt das Gleiche für wie für Facebook: Achten Sie auch hier auf die Qualität der Twitter-Nachrichten.

Generell gilt
Eine Nicht-Existenz des „Experten“ auf Facebook, Twitter oder XING ist unverzeihbar, da er zumindest zum Erlernen der Funktionsweise der Tools, Präsenzen pflegen sollte. Obwohl Facebook Background-Checking verboten werden soll/wurde, finde ich es legitim, einen vermeintlichen Social-Media-Experten anhand dieser Kanäle zu überprüfen. Seine Aktivitäten dort sind genauso aussagekräftig wie seine Referenzen und Arbeitszeugnisse.

Einstellungskriterium 2: Know-How in Social-Media – Welche Informationsquellen nutzt der Experte?
Stichpunkt Lesezeichen
- Ein „Experte“, der z.B. Internet World Business (Internet-Fachzeitung) und Wired (Internet-Fachmagazin) nicht abonniert hat und/oder „Social Media Marketing“/Weinberg bzw. „Socialnomics“/Qualman nicht gelesen, techcrunch.com, gruenderszene.de, mashable, somain.org, web2null.de nicht als Lesezeichen abgespeichert hat, hat echte Defizite.
- Über die Personensuchmaschine yasni.de sind Amazon-Wunschlisten einsehbar. Diese vermitteln einen Eindruck, wie tief das Social-Media-Interesse eines Bewerbers wirklich geht. Ein Social-Media-Experte sollte meiner Ansicht nach eine Amazon-Wunschliste mit der dazugehörigen Fachliteratur haben.
- Genauso muss ein Social-Media-Experte über die Fähigkeit verfügen, die geschichtliche Entwicklung der Social-Media-Kanäle, die Gründerstories etc. einzuordnen und deren zukünftige Entwicklung einschätzen zu können.

Einstellungskriterium 3: Social-Media-Awareness
Welche Meinung hat er zu unternehmensrelevanten Vorgängen im Bereich Social-Media?
Stichpunkt Meinungsbildung
- Fragen Sie den „Experten“ nach seiner Meinung bzw. Know-How zu Themen wie „Social-Media-Policy“, „Social-Media und Arbeitsrechtfragen“, Beispielen für „Social-Media-Fehler“ durch Unternehmen bzw. Personen (Dell, Nestlé, Jack Wolfskin, Vodafone UK etc….)
- Der „Experte“ muss sich der Tragweite seiner Taten und Wichtigkeit seiner Handlungen für Ihre Arbeitgebermarke und- reputation bewusst sein. Je mehr er  zu den Themen erzählen kann, desto mehr hat er sich auch kritisch mit der Kehrseite der Social-Media-Medaille auseinandergesetzt – ein wichtiger erster Schritt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Facebook & Co und ein echter Mehrgewinn für Ihr Unternehmen!

Tipp: Lassen Sie jeden Bewerber eine A4-Social-Media-Guideline erstellen – so bekommen Sie Einblick in die Denkweise des Experten zu Social-Media. Verwandelt er sich von der Privatperson zu einem im Unternehmensauftrag handelnde Person?

Einstellungskriterium 4:  Social-Media-Openness
- Ist der Experte offen für weitere Social-Media-Kanäle?
Eine andauernde Offenheit für sämtliche Social-Media-Kanäle ist extrem wichtig. Jemand, der persönlich eine Abneigung gegen einen Social-Media-Kanal hegt und dabei übersieht, dass sich dort vielleicht eine wichtige Zielgruppe für ein Unternehmen bewegt, sollte sich nicht Social-Media-Experte nennen.


Einstellungskriterium 5: Privatsphäre und Monitoring – Wieviel Know-How ist dazu vorhanden?
Diese Frage lässt sich leicht überprüfen: Fragen Sie den Beweber, welche Änderungen man an der  „Privatsphäre-Einstellungen“ auf Facebook vornehmen kann und wieviel „Privatsphäre“ auf Facebook wirklich möglich ist.  Ein Experte muss wissen, wie man verhindert, dass man bei Facebook auf Fotos vertaggt wird  bzw. wie man Tags wieder entfernen kann. Fragen Sie, wie man  auf Twitter sämtliche Beiträge zu einem Thema anzeigen lassen kann und lassen Sie sich in diesem Zusammenhang die Funktion eines Hashtags erklären.

Ein Experte muss ebenso wissen, dass er beim Montoring Google Alerts, cotweet.com oder besipielsweise technorati.com einsetzen kann.


Einstellungskriterium 6: Allzeit-Bereitschaft zum Dialog
- Reagiert der Experte notfalls auch am Wochenende auf Kommentare?
Ein echter Social-Media-Experte scheut nicht davor zurück, am Wochende zum Smartphone zu greifen und auf Beiträge zu Ihrem Unternehmen zu reagieren. Auch die Allzeit-Bereitschaft zum Dialog besipielsweise mit Bewerbern, auf den von Ihnen gepflegten Social Media Kanälen, ist eine grundlegende Voraussetzung. Der Social-Media-Experte muss sich im hohen Grade mit Ihrem Unternehmen identifizieren können.

Fazit
Stichpunkt skills
Einen echten Exprten auf dem Gebiet Social-Media zu finden ist kein leichtes Unterfangen. Ein Account auf Facebook oder Twitter reicht als Legitimation auf diesem Arbeitsgebiet nicht aus. Das Verfassen einer Diplomarbeit zu Social-Media allein qualifiziert nicht automatisch zum Experten.

Ein wahrer Social-Media-Experte weist eine hohe Flexibilität bei der Nutzung von Social-Media, Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Kanälen, ständige Fortbildungs- und Lernbereitschaft, solides technologisches Grundverständis des Webs sowie ein ganzheitliches Verständnis der Psychologie von Social-Media auf .

Stichpunkt Einstellungsvorraussetzung
Wenn Sie einen Bewerber finden, der etwa die Hälfte der obigen skills aufweist, so besteht eine gute Chance, dass er sich zu einem „Experten“ entwickeln kann.

Tipp: Ich persönlich würde in die Ausbildung eines Uniabsolventen (m/w) investieren, wenn wir für kununu einen Social-Media-Experten suchen würden  – vorausgesetzt dieser würde etwa die Hälfte der obigen skills besitzen. Zuvor allerdings würde ich auf Facebook, Twitter etc. eine Präsenz einrichten und erste Erfahrungen sammeln. Ich würde die im Artikel erwähnten Bücher lesen, die Zeitschriften und Magazine abonnieren und mir die obigen Webseiten als Lesezeichen abspeichern und regelmäßig aufrufen.

Bezeichnet sich jemand selbst als Experte, muss er für mich sämtliche der obigen skills aufweisen – ansonsten ist er ein Blender. Davon gibt es zurzeit unter Bewerbern wie auch Personalberatern, Personalmarketing-Agenturen, Social-Media-Agenturen, Vortragenden, Seminarveranstaltern etc. genug.

Daher: Seien Sie skeptisch und hinterfragen Sie.

Wichtig: Sie können den besten Social-Media-Experten einstellen – er wird für seine Aufgabe die Motivation und Leidenschaft verlieren, wenn Ihr Unternehmen selbst nicht Social-Media fit ist. Wenn kurze Entscheidungswege fehlen, keine Offenheit für Dialog oder Feedback (positiv wie negativ), Unklarheiten in der Social-Media-Kompetenzverteilung zwischen GF, Kommunikation, HR und Marketing bestehen, dann können Sie solch einen Mitarbeit kaum an Ihr Unternehmen binden. Ebenso wenn keine Möglichkeiten für eine authentische Darstellung (z.B. Verbot von Fotos vom Arbeitsalltag) vorhanden ist, wird sich die Arbeit eines Socail-Media-Experten erschweren. In diesem Fall stehen die Chancen sehr schlecht, einen Experten zu finden und vor allem längerfristig im Unternehmen zu halten.

Weitere Artikel auf HRinside zur Nutzung von Social-Media im Personalbereich

_ in einem Interview mit Kritikern zu diesem Artikel
_ in dem Artikel für Einsteiger Social-Media im HR: Mut wird belohnt
_ in dem Artikel Unsere HR-Abteilung braucht ein Blog – sicher?
_ in dem Interview Wie JvM Facebook-Places für Guerilla-Recruiting einsetzt

Über den Autor Martin Poreda:

Martin Poreda ist Co-Gründer der Arbeitgeberbewertungsplattform kununu.com. Der 34-Jährige hat Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Personalwirtschaft studiert und im Anschluss zehn Jahre in verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Seine Erfahrungen als Angestellter und Bewerber weckten in ihm den Wunsch nach einem Internet-Tool wie kununu. Gemeinsam mit seinem Bruder Mark Poreda entwickelte er die erste Version von kununu 2007. Mittlerweile ist kununu.com die größte Website dieser Art im deutschsprachigen Raum. Kununu bietet Arbeitnehmern in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit, ihren Arbeitgeber anonym zu bewerten und dabei Verbesserungen anzuregen.

12 Kommentare

  • Max

    Spannender Beitrag. Damit muss man sich echt mehr auseinandersetzen. Ich werde auch die nächsten Beiträge verfolgen.

  • Sehr geehrter Herr Poreda,

    auch wenn ich mit einigen Punkten ihrer Liste nicht konform gehen würde, da Sie mir zu subjektiv sind. Ich halte z.B. die Amazon Wunschliste für zweifelhaft, da ich sie z.B. bewusst nicht nutze. Es muss ja nun nicht jeder wissen, wo meine fachlichen Interessen sind. So finden Sie in meiner Liste derzeit ein Buch über Storytelling und einen Pizzaroller. Aber ich möchte mich nicht an Kleinigkeiten aufhängen, da ich als Blogger selbst weiß, dass es nicht einfach ist, die richtigen Beispiele zu finden.

    Wie auch immer. Es interessiert mich alledings eine Sache, die mir persönlich richtig auf den Keks geht. Da Sie es als Tipp gegeben haben, würde mich dazu ihre Sichtweise interessieren, einfach um eben die andere Seite der Medaillie zu sehen. Es geht um das Studium. Mir geht es nicht in den Kopf, wozu ein Social-Media “Manager/Experte” ein Hochschulabschluss benötigt. Wenn ein Unternehmen in diesem Bereich sucht, und einen Experten sucht, wieso picke ich mir nicht eine Person aus diesem Dunstkreis heraus?
    Was ich sagen möchte ist: Ich würde also hingehen, den “Markt” beobachten, wegen mir auch mit ihrer Liste – der ich überwiegend zustimme – und mir herausstechende Persönlichkeiten genauer anschauen.

    Ein Experte ist doch tief in dem Bereich verankert, aufgrund seiner Leidenschaft zum Thema und nicht weil er mal BWL studiert hat. Ich möchte ja Ihnen ja nicht absprechen, dass es grundsätzlich für falsch halte. Ich kann es für mich nur nicht nachvollziehen. Mehr möchte ich auch nicht, weil ich es für “altbacken” halte ;-)

    Unabhängig meiner persönlichen Überzeugung würde ich mich freuen, wenn Sie meinen Horizont mit Ihrer Sichtweise erweitern würden, wozu ein Hochschulabschluss nötig ist.

    Vielen Dank,
    Kai Thrun

  • Guter Artikel mit interessanten Ansatzpunkten für eine Einstufung. Und das ohne auf die Branche im Allgemeinen einzuschlagen. Das finde ich gut. Über kurz oder lang wird sich meiner Meinung nach Qualität durchsetzen. Und nicht jeder kann mit den Kanälen passend umgehen und dies auch noch einem Auftraggeber vermitteln.

  • Lieber Kai Thrun,

    danke für den Kommentar. Ich bin der Meinung, dass die Position des SM Experten ein Grundverständnis von betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen im Unternehmen und Seniorität bedarf. Beides dient dazu, in der Vermittlungsfunktion zwischen den Fachabteilungen und bei der Durchsetzung des Social-Media-Gedankens bei der (tendenziell älteren) Unternehmensleitung behilflich, zu sein. Für das Erreichen eines bestimmten Alters und die Aneignung von Wissen, erachte ich eine über Abitur-Niveau hinausgehende Weiterbildung, für wichtig.

    Social Media muss man nicht studieren um ein Experte zu werden, aber die Einbettung der eigenen Funktion im Gesamtkonstrukt “Unternehmen” sollte verstanden und gelernt sein.

    Einverstanden?

    Lieben Gruß, Martin Poreda

  • [...] seinem sehr informativen Blogbeitrag “Sechs Einstellungskriterien: So finden Sie den richtigen Social-Media-Experten” gibt [...]

  • Sehr geehrter Herr Poreda,

    vielen Dank für ihre zusätzliche Ausführung. Ich bin mit Ihrer Ausführung nicht wirklich einverstanden, aber das spielt auch keine Rolle – da ich eine grundlegend andere Meinung zu gewissen Themen habe.

    Ich will mit Ihnen keinen gemeinsamen Konsens finden, ich wollte Ihre Meinung bzw. die Hintergründe zu Ihrer Aussage hören. Dies habe ich nun, von daher ist mein Anliegen erfüllt worden. Vielen Dank dafür.

    Mit besten Grüßen,
    Kai Thrun

  • Hallo Martin, irgendwie steckt hier ein kleiner Bug* im Kommentarfeld. Habe deswegen gestern meine zwei Anmerkungen nicht hier sondern in unserem Blog verarbeitet. http://blog.frische-fische.com/kommentierter-lesehinweis-so-finden-sie-den-richtigen-social-media-experten/505/

    *wenn ich mit der Maus ins Kommentarfeld klicke ist der ganze Text weg?!?

  • Eine ganze Menge Punkte mit gesundem Menschenverstand, nur über den mit den Wunschlisten komme ich nicht hinweg? Warum sollte jemand eine solche Liste bei Amazon führen? Erstens findet so eine Suchmaschine nur die .de Seite – ich zum Beispiel bestelle und kaufe auf .com und .co.uk. Zweitens sollte man solche Literatur kennen (und wenn dann besitzen) und nicht auf einer Wunschliste haben. Drittens sind viele Werke von Social Media nur begrenzt relevant, es gibt nur wirklich wenige wichtige Grundlagenwerke, die anderen sind Wiederholungen und andere Zusammenfassungen.

    Solche sind für Beginner und Einsteiger geignet, aber nicht für Profis. (Profis lesen solche Bücher um zu beurteilen, ob die geeignet für die Mitarbeiter sind).

    Ähnliches gilt für Seiten wie web2null – ein Sammelalbum für Applikationen im Web. Das ist niedlich, aber nur begrenzt relevant wieviele Twitter-Clone oder andere Spezialitäten es gibt. Angebracht wäre in dieser Art von Artikel der Link auf den Conversation Prism 3.0 von Brian Solis, weil er eine gute Übersicht über die Themenbereiche von Social Media gibt; besser als Techcrunch zu lesen (ein Blog über Startups und nicht Social Media) oder Dinge wie Technorati anzusehen (Technorati war für den deutschen Bereich noch nie relevant).

    Ich halte Social Media Kenntnisse inzwischen für Basis Handwerkzeugs, und es reiht sich ein Kenntnissen in Computerbedienung und Internetnutzung: Bei vielen nur mangelhaft vorhanden, und wird daher ineffizient eingesetzt. Die gute Nachricht: Handwerkzeug kann man lernen. Kompetenzen im eigentlich Job (wie auch im Followup interview z.B. mit Sebastian geschrieben) sind die wirklichen Kriterien zur Einstellung.

  • [...] Artikel “Sechs Einstellungskriterien: So finden Sie den richtigen Social-Media-Experten” auf HRinside hat zumindest auf Twitter für Kontroversen gesorgt. Neben hauptsächlich [...]

  • Alex

    Ein wichtiges Kriterium fehlt:

    Kennt sich der Social-Media-Experte mit sicherheitsrelevanten Fragen aus. Das ist nochmal was anderes als Privatsphäre.

    Und das Kriterium der Allzeit-Bereitschaft streichen wir doch bitte. Es ist eine Seuche und eine katastrophale Entwicklung unserer Gesellschaft, von Mitarbeitern zu verlangen, daß sie 24/7 zur Verfügung zu stehen haben. So könnte auf einer Liste “Wichtigste Kriterien für Social-Media-Arbeitgeber” an erster Stelle stehen: Er respektiert, daß auch der Social-Media-Experte eine Privatsphäre und freie Zeit hat, in der er nicht gestört werden möchte.

  • [...] Media Experte werde Es gibt Sachen, die gibt es nicht. So empörte man sich vor einigen Wochen auf HRInside darüber, dass Martin Poreda dort seine 6 Einstellungskriterien für einen Social-Media Experten [...]

  • Sehr oberflächlich diese Qualitätskriterien. Allein ein persönliches Gespräch mit Fragen wie, wann startet man Aktivitäten im Social Web, warum und warum oft nicht sagen über das KnowHow und das dynamische Denken im Zusammenhang mit Social Media Platformen mehr aus als ein Account oder ein nicht vorhandener Account.

    Gruß Karl
    http://www.web2null.at

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