Die #SMRC in #Hamburg : Klönschnack mit Tobias Kärcher (@wollmilchsau) über Trends und Inhalte der Konferenz am 13. + 14. Oktober

Yvonne Neubauer, 05.09.2011, 1 Kommentar

“Social Media Recruiting steckt noch in den Kinderschuhen”, hieß es noch im vergangenen Jahr in der Diskussion zu Employer Branding und Recruiting im Social Web mahnender als der Satz aus Kindheitstagen: “Und nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen!”

“Die Spielplatzzeiten von Social Media sind vorbei”, sagt einer, der sich damit tagtäglich auseinandersetzt: Tobias Kärcher. Auf wollmilchsau.de bloggt er erfolgreich zu Social Media- und Recruiting-Themen und zeigt sich verantwortlich für Marketing & Public Relations bei atenta – social web stuff.  Das Hamburger Unternehmen, Entwickler und Anbieter von Recruiting-Software und Personalmarketing-Lösungen im Social Web, schlüpft erneut in die Gastgeberrolle als Ausrichter der Social Media Recruiting Conference (SMRC) 2011 in Hamburg. Am 13. und 14. Oktober  finden sich wieder in gewohnter Qualität Hochkaräter wie Jörn Hendrik Ast vom fluidnetwork.de oder Jan Kirchner von atenta auf der Agenda. Ungewohnt ist in diesem Jahr allerdings die inhaltlich sehr starke Ausrichtung auf strategische Vorgehensweisen bei der Rekruitierung im Web. Warum es sich für Personalverantwortliche allerdings im komplett anderen Kontext noch längst nicht ausgespielt hat, erklärt Tobias im Interview über die SMRC gleich mit.

Wenn es um Social Media Recruiting geht, wird häufig die Unterscheidung zwischen aktivem und passivem Recruiting gemacht. Was macht denn den Unterschied?

Wir legen Wert darauf, dass aktives und passives Recruiting Hand in Hand geht. Bestandteil des passiven Recruitings ist die Außendarstellung des Arbeitgebers in den Social Media, das Employer Branding. Beim passiven Recruiting geht es beispielsweise darum, den Bewerbern bzw. Kandidaten zu zeigen, was Einstiegswege sind, ihnen offene Türen ins Unternehmen zu präsentieren. Beim aktiven Recruiting hingegen geht es um die konkrete Personalbeschaffung.

Wie sollten die Social Media-Kanäle dafür jeweils eingesetzt werden?

Für das passive Recruiting eignen sich die klassischen Social Media Kanäle: die Facebook Fanpage, auf der sich ein Unternehmen potentiellen Bewerbern ungezwungen präsentiert oder auch ein Unternehmensblog, auf dem Infos über das Unternehmen aufbereitet werden.

Beim aktiven Recruiting ist das Vorgehen extrem unterschiedlich. Die Strategie muss an die Recruiting-Anforderungen angepasst werden.

Wie global darf eine Veranstaltung wie die SMRC sein? Ist es nicht ein Unterschied, ob ein Call-Center-Mitarbeiter oder eine Krankenschwester rekruitiert werden soll? Ihr seid mit der SMRC ja weder auf eine Branche noch auf eine bestimmte Betriebsgröße fokussiert – aber hat nicht eben jede Branche eigene Anforderungen?

Im Prinzip ist das richtig. Trotzdem gelten für die Wahl der Kanäle übergreifende Richtlinien. Sowohl der IT-ler als auch der Chirurg hat ein Profil auf Facebook. Wichtig ist vor allem die richtige Ansprache der Menschen. In der Auswahl der Kanäle sind die Unterschiede nicht so groß. Wobei es auch hier Einschränkungen gibt: Twitter einzusetzen, um einen Friseur zu rekrutieren, ist keine gute Idee. Man tut gut daran, die Kanäle zu wählen, die bei der Zielgruppe beliebt sind. So findet man IT-ler beispielsweise eher in Fachforen.

Beim Blick auf die Agenda der SMRC fällt auf, dass vor allem Strategien beim Aufbau von Social Media-Aktivitäten in den einzelnen Programmpunkten in den Mittelpunkt gerückt sind – ist das die Weiterentwicklung der Konferenz im Vergleich zum vergangenen Jahr?

Das stimmt. Die Konferenz in diesem Jahr ist inhaltlich insgesamt professioneller. Es geht nicht mehr darum, in das Thema einzuführen oder von Social Media zu überzeugen – es geht um konkrete Handlungsweisen! Daher haben wir  bewusst Themen wie SEO oder Monotoring am zweiten Workshoptag aufgenommen. Die Spielplatzzeiten von Social Media sind vorbei.

Auf welche Programmpunkte freust du dich besonders?

Auf den Workshop-Tag! Ich freue mich besonders auf “Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing im Recruiting-Kontext” – von den Referenten Sepita Ansari, (Geschäftsführer, catbirdseat GmbH) und Marcus Tandler (JOBlog) kann ich selbst noch eine Menge lernen – in dem Workshop werde ich besonders gut zu hören (:

Ein weiterer Programmpunkt wird von Christian Reinheimer (Product Manager, Fliplife GmbH & united prototype GmbH) bestritten, der einen Vortrag zu Serious Gaming als Recruiting-Tool hält -  ist das zurzeit ein Haupttrend? Wie ordnest du das Thema ein?

Online-Gaming ist ja insgesamt gerade ein großer Trend – insbesondere Serious Gaming wird in meinen Augen immer wichtiger im  Zuge des Außenauftritts und Marketing von Unternehmen, die es schaffen, dass sich gute Bewerber spielerisch für das Unternehmen begeistern. Das Thema Serious Gaming gilt es im Auge zu behalten, das steht noch ganz am Anfang… 

Die SMRC in Hamburg auf einen Blick

#wo: Steigenberger Hotel Hamburg

#wann: 13. Oktober 2011 Vorträge, 14. Oktober 2011 Workshops

#was: Programm bei PERSONALinform

#wie: Anmeldung

 Photo credit: LCosgrove from morguefile.com

Über die Autorin Yvonne Neubauer:

Yvonne Neubauer arbeitet als freie Texterin und Redakteurin in Hamburg. Sie hat Startupcareer als Blog aufgebaut, der damals noch unter dem Namen HRinside lief. Nach der Übernahme von HRinside durch i-potentials Anfang April 2011 bloggt Yvonne Neubauer weiter auf Startupcareer. Ihre Lieblingsthemen: Köpfe der Internetszene, Social Media und HR-Trends.

Ein Kommentar

  • Das stimmt, wer heute als Unternehmen es noch nicht begriffen hat, der hat keine Chancen mehr im Kampf um die Talente, oder es kosten Unmengen dies aufzuholen! Social Media ist Pflicht!

Kommentar verfassen

Aktuelles

Erste Infos zum Startup Weekend Berlin 2012

Sponsoren

Startupcareer Newsletter