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Die Schrift verschwimmt langsam, die Augen werden immer öfter zusammengekniffen – als ob man es nicht besser wüsste, wird noch ein weiterer Kaffee geschlürft. Nicht zuletzt der digitalen Branche brennen die Augen im Kollektiv bei der Arbeit am Bildschirm. Abhilfe und vor allem Vorbeugung bieten die Übungen auf dem Augenposter der heutigen Gastautorin Barbara Brugger, die einige Tipps und Tricks zur Entspannung der Augen weitergibt – schnell umsetzbar, ohne großen oder gar finanziellen Aufwand:
Nicht nur während der Büroarbeit werden die Augen übermäßig beansprucht, auch die Freizeit fordert ihren Tribut. Während man es sich auf dem Sofa gemütlich macht, plagen sich die Augen vor dem Fernsehen weiter ab – oft unzählige Stunden lang. Die Augen “fangen Feuer”.
Die Ansicht, man müsse sich nur mehr anstrengen, um mehr zu leisten, gilt für die Augen nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Monotones Starren auf den Rechner mindert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Leistungsfähigkeit.
90 Prozent der visuellen Wahrnehmung entstehen nämlich im Gehirn. Die Augen sind das erste Glied in der visuellen Wahrnehmungskette. Wenn sie müde werden, liefern sie mangelhafte Informationen an das Gehirn, z.B. durch unscharfe Bilder. Das Gehirn kann diesen Mangel bis zu einem gewissen Grad kompensieren, wendet dafür aber mehr Energie auf. Die Informationsverarbeitung erfordert gerade bei der Arbeit am Computer eine hohe visuelle Konzentration und detailgenaues Erkennen.
Nach spätestens einer Stunde ununterbrochener Bildschirmtätigkeit brauchen die Augen Abwechslung, um sich wieder entspannen zu können. Ohne regelmäßige Pausen überanstrengen sich die Augen. Damit steigt auch die geistige Anstrengung. Zeichen dafür sind Konzentrationsschwächen und Spannungskopfschmerzen. Die Arbeit fällt zunehmend schwerer.
Regelmäßige kurze Augenpausen von dreißig Sekunden bis wenigen Minuten während der Bildschirm-Tätigkeit entlasten die Augen. Bildschirmnutzer gewinnen dadurch Zeit und Energie. Sehen auf natürliche Weise bedeutet Bewegung und Abwechslung für die Augen. In der Natur bewegt sich der Blick automatisch in unterschiedliche Richtungen, schweift von nah nach fern. Der Wechsel von Licht und Schatten sowie die Farb- und Formvielfalt beleben die Augen zusätzlich. Diese unterschiedlichen Eindrücke halten die Augen vital und leistungsfähig.
Bei Übungen zum Entspannen der Augen ist es im Allgemeinen wichtig, das Sehen auf verschiedene Ebenen anzuregen. Die Reihenfolge kann beliebig vertauscht werden. Möglich ist auch, einzelne Übungen auszuwählen und diese öfters zu wiederholen. Wichtig ist nur, den Augen regelmäßig Abwechslung zu gönnen. Das lässt sich zum Beispiel durch diese Übungen leicht einrichten:
Nah-fern-wechseln
Die Hand ca. 20 cm vor die Augen halten. Kurz die Handfläche fixieren und den Blick dann in die Weite richten – möglichst aus dem Fenster. Mit den Blick etwa fünfmal zwischen den beiden Punkten wechseln. Anschließend Augen die kurz schließen. Ablauf wiederholen.
Ringsherum klopfen
Mit den Fingerspitzen locker um die Augenpartie herum klopfen. Langsam über das ganze Gesicht wandern: Stirn, Wangen, Kiefer abklopfen. Dauer: 30 bis 90 Sekunden.
Genüsslich strecken
Wenn möglich aufstehen und die Arme heben. Die Arme abwechselnd nach oben dehnen. Etwa fünfmal wiederholen. Anschließend den Oberkörper beugen und sich in alle Richtungen strecken.
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Ein Kommentar
Auch wenn man im Geist sanfte körperliche Übungen visualisiert, wie sie z.B. Taiji bietet, entspannen die Augen harmonisch.
Gruß,
Stefan