Arbeitsort Überall: Inken Meyer schätzt beim digitalen Arbeiten von unterwegs beamen und Trello

Yvonne Neubauer, 09.03.2012, 2 Kommentare
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„Ich packe meine Koffer und nehme mit…“ Ja, was eigentlich, wenn man von unterwegs arbeitet? Diese Frage beantworten Laptopnomaden in der neuen Serie Arbeitsort Überall. Ob Weltenbummler, Co-Worker, Standortzerissene, Konferenzendauerbesucher oder Verfechter der Kollaboration – startupcareer befragt Experten des digitalen Arbeitens, was ihre Lieblingsapp oder das beste Tool ist. Heute befüllt Inken Meyer, Mitgründerin der Digital Media Women, den Koffer.

Vor Inken packten bereits

Inken findet beim Arbeiten von unterwegs vornehmlich zwei Dinge praktisch: Beamen und Trello. Über die Erfahrung mit einem von beiden steht sie nun Rede und Antwort…

Worauf schwörst du beim Arbeiten von unterwegs?

Als Grafikerin geht für mich nichts ohne einen festen Arbeitsplatz mit dem größten Bildschirm, den ich kriegen kann.
Da ich viel in Netzwerken arbeite, Freiberuflerin bin und sowieso viel unterwegs, wäre ohne die passenden Tools für unterwegs mein Leben sehr viel schwieriger zu händeln. Ich arbeite im Office, Homeoffice, Bars oder Coworkingspaces in Berlin und Hamburg. Es kann mir durchaus auch mal passieren, dass ich zum effektvien Arbeiten einfach mal nach Rømø abdüse.
Ich nutze ein Samsung Galaxy Note, welches sich aufgrund der Bildschirmgröße (5,3 Zoll) und dem Stift für Notizen super zum mobilen arbeiten eignet.

Womit arbeitest du dabei am liebsten?

Ich brauche für die Organisation der Community „Digital Media Women“ ein Tool, welches möglichst webbasiert und von jedem Device aus zu händeln ist. Wir beschäftigten uns relativ lang mit der Suche und entschieden uns dann Trello zu testen:

 

Vorher haben wir viel über Dropbox, Google Docs und unsere geheime Gruppe bei Facebook geregelt. Auch jetzt benötigen wir hier und da noch diese Optionen, aber eine einfache Aufgabenzuteilung ist gerade in einer Gruppe von acht Personen sehr wichtig.
Wir haben Events und Meet-Ups, die wir planen, einen Blog, den wir gemeinsam pflegen und allgemeine organisatorische Dinge rund um unsere Community zu koordinieren.

Trello ist ein Tool um Todos auf Boards zu koordinieren, Teammitgliedern zuzuteilen und abzuharken, wenn erledigt. Es ist noch recht frisch auf dem Markt, und es ist kostenlos.

Was schätzt du daran am meisten?

Es ist simpel zu bedienen. Viele Funktionen gehen bei Trello mit Drag & Drop, und man kann so ganz intuitiv die Cards hin und her schieben und Leute den unterschiedlichen Cards zuordnen, die in ihren Aufgabenbereich fallen.
Man kann Daten in unterschiedlichen Formaten wie jpgs hochladen, Checklisten hinzufügen oder Youtube-Videos einbetten. All diese werden dann direkt innerhalb der Card angezeigt.
Das Englische Wording stört einen recht wenig, da alles so einfach ist und für Leute, die sich viel mit dem Netz beschäftigen, sollten da keine Schwierigkeiten entstehen.

Was kann dein Lieblingsfeature?

Die Realtime Synchronisation finde ich sehr schön. So wird, sobald ich eine Card anlege, ändere oder verschiebe, dies synchron auf anderen Devices dargestellt.
Ebenfalls sehr praktisch ist die Möglichkeit Cards zu sharen, auszudrucken oder zu exportieren.

Worin siehst du noch Verbesserungspotential?

Auch wenn die Mobile Version von Trello wirklich gut ist, so wäre eine Android App doch schon toll. Ich sah die Trello iPhone App und war sehr begeistert.
Auch eine Dektop Anwendung wäre eine schöne Sache, um das Programm komplett in den Tagesrhythmus zu integrieren.

Mit welchen drei Schlagworten würdest du dein Lieblingstool beschreiben?

easy, mobil, Organisationstool

Für wen ist dein Liebliengstool völlig ungeeignet?

Nicht online-affine Menschen. Eigenbrödler, die mit niemandem zusammenarbeiten.

Was gibt’s noch nicht, würde dir aber das mobile Arbeiten um Längen erleichtern?

Ich nutze viele Apps und Anwendungen. Ich bin ein Freund von wenig Daten auf dem Smartphone und habe noch nicht einmal mehr Musik auf meinem Device, dank Simfy und Soundcloud. Und mit dem Fotoupload von Dropbox wird mein USB-Kabel nutzlos. In diese Richtung sollte weitergedacht werden. Kabel sollten überflüssig werden. Ansonsten wünsche ich mir, dass die Vernetzung der Menschen zu positiven Dingen genutzt wird, wie es in vielen spannenden Beispielen schon der Fall ist.
Ich finde, es könnte langsam mal jemand das Beamen möglich machen!

Den Koffer packte Inken Meyer

Inken Meyer aka meyola gestaltet ihre Welt, wie es ihr gefällt: Als freiberufliche Grafikerin und enthusiastische Existenzgründerin ist sie selbst zur Start-Up-Expertin geworden und coacht und berät in den Bereichen Marketing und Social Media. Sie ist Mitgründerin der Digital Media Women, einem Netzwerk, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat Frauen aus den Bereichen Web und Medien im Netz sichtbarer zu machen. Und mehr Frauen auf die Podien der männerdominierten Konferenzwelt zu bringen. Sie arbeitet in unterschiedlichen Teams, wie „Wir so Agentur.“ oder den Coworkern von „fluidnetwork“. Sie liebt die Verbindung von Kontrasten: Digital und Real Life, Innovativ und Beständig, Alt und Neu. Prozessorientiert will sie die Dinge ins Rollen bringen. Let it flow!

Inken im Social Web: bei Twitter, Facebook , Google+ und Xing.

Über die Autorin Yvonne Neubauer:

Yvonne Neubauer arbeitet als freie Texterin und Redakteurin in Hamburg. Sie hat Startupcareer als Blog aufgebaut, der damals noch unter dem Namen HRinside lief. Nach der Übernahme von HRinside durch i-potentials Anfang April 2011 bloggt Yvonne Neubauer weiter auf Startupcareer. Ihre Lieblingsthemen: Köpfe der Internetszene, Social Media und HR-Trends.

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