Aufwändig, aber Oho! Deine Themen-Website für die perfekte Bewerbung

Robert Brandl, 16.03.2012, 1 Kommentar
0 Flares Filament.io 0 Flares ×

Standard-Bewerbung war gestern. Letzte Woche haben wir euch die Möglichkeiten aufgezeigt, die eine eigene Homepage bei der Jobsuche bieten kann. Es gibt auch noch eine zweite Variante, die allerdings wesentlich aufwändiger ist. Variante 2 bietet aber die besten Möglichkeiten sich von anderen Bewerbern abzugrenzen, indem man sich als Experte eines Themengebietes positioniert…

Variante 2: Aufbau einer themenrelevanten Website mit Blog

Hierbei geht es darum, dass du das Themenfeld, in dem du tätig bist oder sein möchtest, intensiv bearbeitest. Dein Ziel ist es Expertenstatus in diesem Gebiet zu erlangen – es geht also nicht um eine Bewerber-Homepage wie weiter oben beschrieben.

Diese Internetseite solltest du bereits aufbauen, während du noch im alten Job arbeitest oder noch studierst. Denn eine solche Ressource zu erstellen ist ein ganzes Stück Arbeit. Richtig umgesetzt, kannst du dich damit aber von Mitbewerbern entscheidend abgrenzen.

Thematisch geht alles, aber: Es sollte Dich fesseln!

Wie sinnvoll das in deinem Bereich ist, musst du selbst abwägen – generell kannst du zu fast jedem Thema eine nützliche Website aufbauen, egal ob technisch, geisteswissenschaftlich oder im Bereich der Wirtschaft. Wenn du etwas mit Marketing oder Webdesign zu tun hast, kannst du natürlich die größten positiven Effekte erzielen: denn dann sind die Chancen groß, dass du auch in deinem Job an Websites inhaltlich oder konzeptionell arbeiten wirst.

Wähle ein Thema, das dich wirklich fesselt, ansonsten wirst du nach zwei Monaten keine Lust mehr haben, daran zu arbeiten. Und nicht vergessen: so kannst du auch eine komplette Neuausrichtung deiner Karriere anstoßen. Wenn du eigentlich viel lieber Fotograf oder Reisebuchautor wärst, ist das deine Chance dich strukturiert mit dem neuen Thema zu befassen und dir nach und nach Expertenstatus in diesem Themenfeld aufzubauen.

Natürlich ist eine bestimmte Affinität zum Medium Website bzw. Blog auch nötig. Interessiert dich das von vorneherein nicht, dann solltest du auch nicht deine Zeit damit verbringen. Falls dich nur die Technik abschreckt, keine Sorge: Homepage-Baukastensysteme sind inzwischen so ausgereift, dass dir HTML, PHP und JavaScript komplett gestohlen bleiben kann.

Was auf Deine Website gehört

Es lohnt sich, zwischen zwei Bereichen auf der Seite zu unterscheiden:

  • Statische Infos und Ressourcen
  • News- und Social Media-Bereich

Falls du sowieso bereits im passenden Themenfeld arbeitest oder deine Diplomarbeit über das Thema geschrieben hast, solltest du normalerweise auf eine Vielzahl von Basisinformationen zurückgreifen können. Diese nutzt du als Grundstein für den statischen Teil deiner Website.

Im Blog hingegen schreibst du über deine Erfahrungen im täglichen Arbeitsalltag, z.B. was du mit Kunden oder Dienstleistern erlebt hast. Berichte auch über die Software-Tools, mit denen du in deinem Bereich arbeitest. Auch solltest du deinen Lesern praktische Tipps an die Hand geben – je nützlicher deine Website, desto größer wird die Leserschaft.

Eines versteht sich von selbst: veröffentliche keine Interna deines Arbeitgebers. Falls du Firmennamen etc. nennen möchtest, musst du das im Vorfeld abklären.

Netzwerken, netzwerken, netzwerken

Im nächsten Schritt geht es ans Vernetzen. Melde ein Konto bei Twitter an und folge anderen Bloggern in deinem Bereich. Auch deine eigenen News solltest du per Twitter verbreiten und wenn du möchtest auch per Facebook, Google+ und Xing. Fange an nützliche Kommentare auf anderen, themenrelevanten Blogs zu hinterlassen und es wird nicht sehr lange dauern, bis man auf dich aufmerksam wird.

Ein weiterer Weg um sich ins Gespräch zu bringen, sind Gastartikel für Blogs oder Portale, die zu deinem Themengebiet passen. So erreichst du nicht nur neue Leser, sondern baust auch den direkten Kontakt zum Blogger auf und steigerst zusätzliche Verlinkungen dein Suchmaschinenranking.

Wenn deine Website erst einmal etabliert ist und du dir so langsam einen gewissen Expertenstatus aufgebaut hast, kannst du auch noch einen Schritt weiter gehen und die interessanten Leute in deinem Bereich interviewen. Ein erstklassiger Weg wertvolle Kontakte zu knüpfen, die dich bei deiner nächsten Bewerbung weiterbringen können.

Fazit

Wer über eine Bewerber-Homepage nachdenkt, sollte sehr genau überlegen, welchen Zweck er damit verfolgt. Die klassischen Online-Lebensläufe oder Visitenkarten sind meist wenig hilfreich und mitunter sogar kontraproduktiv.

Wenn du das Medium allerdings mehr als Mittel zur Vernetzung betrachtest, kannst du sehr viel Nutzen für dich, deine Leser und letztendlich auch für den potentiellen Arbeitgeber herausholen. Ein aufwändiger Weg, der sich aber spätestens auszahlt, wenn du deinen Traumjob an Land gezogen hast. Das muss aber nicht alles sein: zahlreiche Blogger haben sich über ein solches Projekt bereits erfolgreich selbständig gemacht.

Über den Autor Robert Brandl:

Robert Brandl betreibt die Seite WebsiteToolTester.com mit der er Einsteiger bei der Erstellung von Websites unterstützt. 2009 als Hobbyprojekt gestartet, machte er sich damit erfolgreich selbstständig und gründete anschließend das ToolTester.Network, dessen Ziel es ist, Web-Tools insbesondere für Einsteiger begreiflich zu machen. Zuvor hat Robert über vier Jahre lang als Account Manager bei der Publicare Marketing Communications GmbH gearbeitet.

Kommentare

comments

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Jobs finden, mit i-potentials

Sponsoren

Gastautor auf Startupcareer werden

Startupcareer Newsletter